Familienbetrieb: Wir sehen in unserer Arbeit …

"Tradition und Fortschritt als tägliche Herausforderung!"

Ich, Franz König, bin am 01.06. 1961 als 5. Kind am Hof geboren, und von Kind an als Hoferbe vorgesehen gewesen. Mit 16 Jahren habe ich meinen Vater verloren und musste mit meiner Mutter die Wirtschaft alleine führen. Die für die Landwirtschaft nötige schulische Ausbildung musste ich nebenbei absolvieren. Ich hatte das Glück mit 20 Jahren meine jetzige Frau Mary kennen zu lernen. Sie ist eine sehr tüchtige Frau und liebenswerte Partnerin, mit der ich eine sehr harmonische Ehe führen darf. Zusammen mit ihr durfte ich 5 Kindern das Leben schenken.

Das größte Augenmerk war immer unseren Kindern eine schöne Kindheit am Hof zu ermöglichen. Stall- und Hausbau waren im laufe der Jahre notwendig und durch die Hilfe der Schwiegereltern auch möglich.

Meine AUFGABEN am Hof sind: die Betreuung der Tiere, Bestellung der Äcker, Futter ernten, Ausbringung vom Dünger, Schlachtung der Tiere, Fleisch selchen, Selch- und Brennholz arbeiten, Kulturpflege im Wald und Maschinenpflege!

Unsere jüngste Tochter Katharina wird wahrscheinlich unseren Betrieb weiterführen. Mein persönlicher Wunsch wäre es, noch zu erleben das sie auch eine Familie gründen kann und ich bis in mein hohes Alter ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen darf!

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Ich, Maria König, geb. am 16.04.1961, bekannt als "Bäuerin Mary" bin mit Leib und Seele Bäuerin. Es freut mich, am Hof das Leben mit meiner Familie zu teilen. Die Vielfalt am Hof lässt es zu, meine Stärken zu verwirklichen. So bin ich eifrig dabei, regionale Produkte zu veredeln und auch zu verkaufen. Ich setze mich auch dafür ein und es ist mir auch wichtig, dass man weiß, wo LEBENSMITTEL herkommen und was darin enthalten ist.

Ich bin auch gerne bereit Aufklärungsarbeit in Form von Kundengesprächen und in Form von "Schule am Bauernhof" für unsere Schüler und Jugendliche zu leisten. Ich spreche über Tierhaltung, Schlachten am eigenen Hof, verrate Rezepte für gute Speisen und versuche den ganzen Veredelungsprozess anschaulich zu machen.

Viele schätzen es sehr zu hören, dass Brot nicht gleich Brot ist, Fleisch nicht gleich Fleisch usw.. Regional und naturnah zu produzieren stärkt uns auch in Zukunft nachhaltig und ökologisch zu arbeiten. So lange es mir die Gesundheít erlaubt, werde ich mit großer Freude den Beruf Bäuerin ausüben und für die Jugend mit gutem Beispiel voran gehen. Ich möchte damit die Rahmenbedingungen schaffen, dass Jugendliche dazu motiviert werden, ihre berufliche Laufbahn in der Landwirtschaft zu finden. In-, mit- und für die Natur zu arbeiten und zu leben ist für mich das größte Geschenk! 

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Ich Katharina König, (geb. 1992), fünfte Tochter und die Jüngste vom Betrieb; ...

...habe mir im 9. Schuljahr der Haushaltungsschule St. Martin in Graz sehr viele Gedanken über meine berufliche Laufbahn gemacht und mir einige Fragen gestellt: Wie geht es weiter? Was will ich beruflich machen? Wie kann ich meine Eltern in Zukunft unterstützen? Von Tag zu Tag ist mir bewusster geworden, dass ich alles, was ich will, eigentlich zu Hause habe!

Im darauffolgenden Jahr konnte ich in der Landwirtschaftsschule Alt-Grottenhof, in den zweiten Jahrgang einsteigen - was für mich sehr toll war. In dieser Schule war es nicht immer leicht; denn in einer Schule, wo es pro Klasse ca. 20 Burschen gibt und nur 3 Mädchen, muss man sich sehr behaupten. Da geht es nicht wie in einer Haushaltungsschule zu, sondern da weht ein etwas rauherer Wind. Ich möchte aber sagen, dass ich es nie bereuen werde, denn ich habe viel für meine Zukunft gelernt! Immerhin habe ich in den zwei Jahren viel Erfahrungen gesammelt, und für zu Hause viel dazu gelernt. Durch die Praxiszeit, die ich 3 Monate in MURAU (Perchau am Sattel b. Fam. Lassacher; Käsebetrieb) und 5 Wochen in IRLAND (Cork Fam. Hyde; Pferdebetrieb) verbracht habe, habe ich sehr viel Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit dazu gelernt! Manchmal ist es schon von Vorteil ein Stückchen von zu Hause weg zu sein, denn dann schätzt man das was man zu Hause hat noch viel mehr!

Seit September 2009 bin ich zu Hause angemeldet - es ist sehr schön und ich genieße es mit meinen Eltern  den Betrieb zu führen!

Was mir besonders gut gefällt ist die Vielseitigkeit die der Hof mit der Arbeit bietet! z.B trifft man sich um 4 Uhr morgens in der Backstube, man arbeitet im Schlachtraum zusammen, sieht sich beim Fleisch arbeiten, beim Kochen, beim Etikettieren, im Büro, bei der Selch, im Stall, beim Liefern, beim Buffet zubereiten- immer und überall kann man zusammen arbeiten.

Mein Golden Retriever Diana schafft es, mir Energie zu geben, indem sie um einen Spaziergang bettelt, wo es mir gelingt, meine Seele ein wenig baumeln lassen zu können!

Lustig ist es auch mit der Landjugend und dem Trachtenverein wo ich, so wie es die Zeit erlaubt, sehr gern mit dabei bin! Die Tradition und die Heimatverbundenheit ist mir sehr wichtig.

Danke will ich zu meiner Familie sagen, denn wir sind eine große Familie und das schätze ich sehr! Es ist sehr schön zu wissen, dass, wenn es ein Problem oder eine größere Entscheidung gibt, ein Freund, vier Schwestern, vier Schwager und super Eltern da sind, die einem seelischen Beistand leisten! DANKE!

Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas!

Lieber den Jahren mehr LEBEN geben, als dem LEBEN mehr Jahre!

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Familienfoto